Projekte und Arbeitsgruppen am Schlafmedizinischen Zentrum der Charité

Sie finden auf dieser Seite eine Übersicht über aktuelle wissenschaftliche Projekte und Arbeitsgruppen an unserem Zentrum. 

Sie befinden sich hier:

Aktuelle, öffentlich geförderte Projekte

  • DFG-DLR – 50WB1735 - Modulation des kardiologischen autonomen Nervensystems durch eine simulierte 4-monatige Weltraum-Transit-Phase-Mission (MANSA-TPM)
    Laufzeit: 2017-2020

  • BMBF – 16SV7801 - Verbundprojekt zur Entwicklung eines EEG-basierten Drahtlosmesssystems zur selbstadministrierten, häuslichen Erfassung der Schlafqualität (Somnograph)
    Laufzeit: 2017-2020
    Website
  • German-Israeli Foundation for Scientific Research and Development (GIF) I-1372-303.7/2016: Dynamical and causal relationships in the coupling of heartbeat, respiration and motion activity
    Laufzeit: 2017-2019
    Website

  • DFG-PE 628/12-1; Gemeinsames Projekt mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, Prof. D. Krefting: Plattform zur Bereitstellung und standortunabhängigen Ausführung von Analyseverfahren in der kollaborativen Forschung
    Laufzeit: 2016-2018

  • DFG-DLR - 50WB1532: Autonomes Nervensystem im Schlaf und im Weltraum - Autonomic Nerve System in Sleep and Space (ANSISS)
    Laufzeit: 2015-2018

  • Internationales, multizentrisches Projekt zur Schlafapnoe - Sleep Apnea Global Interdisciplinary Consortium (SAGIC)
    Internationale Schlafforscher haben unter der Leitung des Centers of Sleep and Circadian Neurobiology , University of Pennsylvania, das internationale Konsortium SAGIC gebildet. Diese exzellente Gruppe von Experten auf dem Gebiet der Schlafforschung hat sich zum Ziel gesetzt, die Schlafapnoe und deren assoziierte Komorbiditäten weiter vertieft zu erforschen. Die in diesem Konsortium vertretenen Experten der Fachgebiete Schlafstörungen und kardiovaskuläre Erkrankungen kommen aus den Ländern USA, Island, Deutschland, Frankreich, Taiwan, Australien und Brasilien.
    Ziel von SAGIC ist es, die Forschung zur Genetik und Genomik der Schlafapnoe in einem internationalen Maßstab zu etablieren.

    Es sind im Rahmen von SAGIC bereits zwei Projekte erfolgreich abgeschlossen worden:
    Projekt 1: Inter-scorer Reliability of Polysomnography Scoring Among Sleep Centers
    Projekt 2: Standardization of Sleep Questionnaire

    Es sind zwei weitere Projekte im Rahmen von SAGIC geplant:
    Projekt 3: Comparison of cephalometric and digital photography measures
    Projekt 4: Inventory - Standardized DNA collection and extraction

    Laufzeit: seit 2011
    Weitere Informationen finden Sie hier: SAGIC

  • ESADA - European Sleep Apnea Database / Sleep Apnea Network
    Laufzeit: seit 2006
    Informationen zum Projekt auf der ESRS-Website

Abgeschlossene Projekte

  • DFG-DLR - 50WB1532: Autonomes Nervensystem im Schlaf und im Weltraum - Autonomic Nerve System in Sleep and Space (ANSISS)
    Laufzeit: 2015-2018

  • SHIP - Study Of Health in Pomerania: Populationsbasierte Studie in Mecklenburg-Vorpommern (Region Greifswald)
    Laufzeit: 2009-2016
    Projekt-Website

  • Qatar National Research Fund NPRP 5-1327-2-568: Entwicklung eines Systems zum Screening und der Überwachung von Insomnien
    Laufzeit: 2013-2015
    Website

  • DAAD A1680010; Deutsch-Russisches Sysmposium im Rahmen des Kongresses für Rehabilitation 2016, organisiert vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) Moskau
    Datum: 10.06.2016

  • EU FP7-PEOPLE-2010-ITN Grant-No 264738: Intelligent Context-Aware Systems for Healthcare, Wellness, and Assisted Living (iCareNet)
    Laufzeit: 01/2011-12/2014
    Projekt-Website

  • BMBF - 01EZ1132 - Somnonetz - Entwicklung einer IT-Forschungsstruktur für die patientenorientierte Forschung in der Schlafmedizin
    Laufzeit: 02/2012-06/2014
    Projekt-Website

  • DFG - GZ538 - Sino-German Joint Center of Sleep Medicine
    Das Projekt förderte den Austausch von Wissenschaftlern, Ärzten und Studenten zwischen Deutschland und China zur Schlafforschung und Schlafmedizin und den Aufbau bilateraler Forschungsprojekte.
    Projektpartner: Schlafmedizinisches Zentrum der Charité, Max-Planck Institut für Psychiatrie München, People´s Hospital Beijing University
    Laufzeit: 2010-2013

  • EU FP7-FET-OPEN Grant No 222079: Hyper Interaction Viability Experiments (HIVE)
    Laufzeit: 2009-2013
    www.hive-eu.org

  • BMBF - Affeld-01EZ0918 - Innovationswettbewerb Medizintechnik: Neuartige Methode für die belastungsarme nicht-invasive Messung des Blutdruckes
    Projektpartner: Charité, Universitätsmedizin Berlin (Labor für Biofluidmechanik und Schlafmedizinisches Zentrum), Spiegelberg GmbH & Co. KG, Deutsches Herzzentrum Berlin.
    Laufzeit: 2009-2012
    www.bmbf.de/de/13995.php

  • EU COST BMBS Action - B26: Obstructive Sleep Apnea in Europe
    Laufzeit: 2006-2010
    http://www.cost.eu/domains_actions/bmbs/Actions/B26

  • DFG-Pe-628-4 (Bretthauer, Kurths J, Penzel T): Untersuchung der kardiovaskulären Regulation während des humanen Schlafes bei Apnoe und CPAP-Therapie

  • EU FP6 FET OPEN - 018474-2: Dynamic Analysis of Physiological Networks (DAPHNet)
    Laufzeit: 2006-2009

  • EU FP6 IST - 507231: Advanced Sensor development for attention, stress, vigilance & sleep/wake fulness monitoring (SENSATION)
    Laufzeit: 2004-2008
    www.sensation-eu.org

  • DFG-Fi-584-1-2: Zusammenhang von pathologischer Atmung, Arousal und vegetativem Tonus bei Patienten mit Obstruktiver Schlafapnoe und Obstruktivem Schnarchen vor und nach CPAP-Therapie

  • DFG-Fi-584-1-4: Parameter der sympathiko-vagalen Balance bei gesunden Probanden im Schlaf

  • DAAD-313-SF-PPP: Datenbankgestützte Evaluierung der Langzeitauswirkung der nCPAP Therapie bei Patienten mit Schlafbezogenen Atmungsstörungen aus Deutschland und Finnland

  • DFG-Pe-628-3 (Kantelhardt J, Penzel T): Diagnostische Zeitreihenanalyse von Herzschlag und Atmung bei Parkinson, Schlafstörungen und Herzrythmusstörungen im Vergleich zu Gesunden

  • Clockwork: Circadian Influence on higher cognitive functions, motor skills and language processing (Daimler und Benz Stiftung)
    Laufzeit: 2008-2010
     Weitere Infos
  • Konferenz Schlaf: Somnologie - Erkenntnisse einer neuen Wissen­schaft (13. Berliner Kolloquium der Daimler und Benz Stiftung)
    27.05.2009
     Website mit Beiträgen als Podcast
  • BMG - D105-01_02_ICD-11_TMF_Charité - Studie zur Validierung des ICD 11 im Bereich der Schlafmedizin
    Laufzeit: 2017

  • BMBF - 13N13400 - Verbundprojekt: Nicht-visuelle Lichtwirkungen (Nivil) - Teilvorhaben: Einfluss von Lichtspektrum, Bestrahlungsstärke und Alter auf die Melatoninsuppression
    Laufzeit: 2014-2017
    Website

AG Langzeit-Magnetoenzephalografie (LZ-MEG)

Die AG Langzeit-Magnetoenzephalografie (LZ-MEG) des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt hat es sich zum Ziel gesetzt, mittels Magnetoenzephalografie über mehrere Tage und Nächte die durch das MEG messbare Hirnaktivität des Menschen aufzuzeichnen und zu untersuchen. Damit soll zum Beispiel erstmals die technische Voraussetzung geschaffen werden, den gesamten Nachtschlaf eines Menschen aufzuzeichnen. Durch die LZ-MEG-Messung soll ähnlich einer LZ-Elektroenzephalografie (welche bereits seit langem existiert) es möglich werden, den physiologischen Schlaf beim Gesunden aufzuzeichnen und den gestörten Schlaf im Falle von Schlafstörungen oder anfallsartigen Ereignissen. Durch die dem MEG immanente Möglichkeit Signale von verschiedenen Aktivitätszentren des Gehirns besser zuzuordnen, können eventuell neue Erkenntnisse über den Schlaf gewonnen werden. Die AG beschäftigt sich derzeit ausschließlich mit der neurophysiologischen Forschung und derzeit steht diese Methode zur klinischen Anwendung noch nicht zur Verfügung.

Mitarbeiter AG Langzeit-Magnetoenzephalografie (LZ-MEG)

Dr. med. Christian Veauthier

Facharzt für für Nervenheilkunde (Neurologie und Psychiatrie)

Veauthier-155x200.jpg
Dr. rer. medic. Martin Glos

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Somnologe (DGSM)

Glos-155x200.jpg

AG Photobiologie

Nahezu alle biologischen Funktionen bei den meisten Lebewesen unterliegen der zeitlichen Kontrolle durch eine autonome „innere Uhr“, welche eine eigene Rhythmik von circa 24 h aufweist. Die Synchronisierung des körpereigenen Rhythmus mit dem dominierenden exogenen Zeitgeber, dem Sonnenlicht, ist nach dem heutigen Stand der Forschung eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Andererseits sind individuelle Variationen der circadianen Phasenlage und -dauer bekannt; sie spiegelt sich unter anderem in der Präferenz von Schlaf/Wachzeiten wider. So werden verschiedene „Chronotypen” differenziert: der Morgentyp, der Indifferenztyp und der Abendtyp. Die Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Zeitvorgaben und biologischem Rhythmus führt gerade bei Abendtypen häufiger zu einem kumulativen Schlafdefizit. Für Indifferenztypen wird dagegen eine enge Übereinstimmung der innere Zyklusdauer mit der Periodik der Außenwelt angenommen.

Während die Mechanismen der circadianen Phototransduktion weiterhin im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses stehen hat sich die AG Photobiologie des interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité zum Ziel gesetzt die inter- und intra-individuelle Variabilität in der abendlicher Melatoninsekretion unter dim-light Bedingungen (ab 18 Uhr  bis maximal 24 Uhr)  bei schlaf-gesunden Probanden  unter realen Lebensbedingungen zu untersuchen und zu prüfen in wie weit die  chronotypischen Ausprägung, Lebensstiel, Geschlecht, Alter,  Jahreszeit, saisonale Schwankungen von Schlaflänge, sozialer Aktivität, Stimmung, Gewicht, Appetit und Energieniveau zu dieser Variabilität beitragen und welche Bezüge zur Schlafarchitektur (PSG) abgeleitet werden können. Melatonin ist für die Schlafforschung als Marker für die circadiane Phasenlage und als Schlafinduzierendes Hormon interessant.   

Ein weiteres Ziel ist es, im Rahmen eines BMBF-Verbundprojektes „Nicht-visuelle Lichtwirkung“ die Wirkung einer singulären Lichtapplikation (kurzwelliges blaues Licht oder Weißlicht mit unterschiedlichen spektralen Zusammensetzung) auf die Melatoninsekretion zu einer für das Alltagsleben relevanten Zeit zwischen 22-23 Uhr zu untersuchen. Vorliegende Ergebnisse belegen eine erhebliche interindividuelle Variabilität in der Suppression Stärke, die nach 1h Lichtexposition erzielt werden kann. Dieses wichtige Ergebnis deutet darauf hin, dass für zukünftige Forschungsprojekte  stehst zu bedenken ist, dass  die biologische Reaktion auf Licht nicht bei allen Menschen gleich sein. 

Mitarbeiter AG Photobiologie