Therapie von Schlafstörungen

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Schlafmedizinischen Zentrums liegt in der Therapie von Schlafstörungen.

Patienten mit Insomnie:

Nach erfolgter Diagnostik stehen verhaltenstherapeutische, psychologische und medikamentöse Therapiestrategien im Vordergrund. Eine engmaschige und bei Bedarf langfristige Nachbetreuung wird selbstverständlich geboten.

Patienten mit Schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS):

Bei durch die ambulante Voruntersuchung geäussertem Verdacht auf eine SBAS, und der Bestätigung durch eine stationäre polysomnographische Untersuchung, wird bei Indikation eine stationäre Therapie mit einem nasalen Beatmungsgerät eingeleitet. Hierbei handelt es sich um eine in ca. 85% aller Patienten angezeigte und erfolgreiche Behandlungsmethode von Schlafbezogenen Atmungsstörungen.
Der für jeden Patienten individuell zu ermittelnde Beatmungsdruck wird in der Regel 2 Nächten unter kardiorespiratorischer Polysomnographiekontrolle eingestellt. Gleichzeitig erfolgt ein intensives Training der Patienten mit ihrem jeweiligen Beatmungsgerät, sowie eine ausführliche Aufklärung über ihr Krankheitsbild, die Therapie und das weitere Leben mit dem Beatmungsgerät.

Bei Entlassung erhält der Patient sein persönliches Beatmungsgerät mit nach Hause; Ausnahmen sind abweichende Versorgungsmodelle bestimmter Krankenkassen.
In Abhängigkeit des Entlassungsbefundes erfolgt mindestens einmal im ersten Jahr nach Therapiebeginn eine ambulante – bei Bedarf auch stationäre – Nachuntersuchung.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Atmungsgerät.

Patienten mit Periodic Limb Movement Syndrom (PLMS):

Bei Patienten mit PLM Syndrom (oft begleitend zu einer SBAS) kann während eines stationären Aufenthaltes ein medikamentöser Therapieversuch unternommen werden. In den meisten Fällen kann jedoch erst nach längeren Zeiträumen eine Aussage über den Therapierfolg getroffen werden. Unter Umständen kann eine nochmalige stationäre Polysomnographiekontrolle notwendig werden.

Was muss ich zum stationären Aufenthalt mitbringen?

  • Einweisungsschein (vom Hausarzt oder unserer Ambulanz)
  • Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse (insbesondere bei Therapie mit einem Beatmungsgerät)
  • Ihre Versicherten(chip)karte
  • Medikamente, die Sie regelmässig einnehmen (für die Zeit Ihres gesamten Aufenthaltes)
  • Eventuell vorhandene Befunde von in den letzten 4 Monaten durchgeführten Untersuchungen (Röntgen, Ultraschall, Blutwerte, Lungenfunktionsuntersuchungen etc.)
  • Schlafkleidung, Dusch- und Waschzeug
  • Betthupferl, Bettlektüre, etc.

An wen kann ich mich mit Problemen nach erfolgter Therapie wenden?

Die Mitarbeiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Charité sind stets bemüht, Ihnen bei der Lösung auftretender Probleme kurzfristig behilflich zu sein. Sie können sich jederzeit während der Sprechzeiten der Ambulanz (Mo-Fr: 8.00-15.00 Uhr) bei uns telefonisch melden (030-450-513120). Natürlich können Sie auch persönlich vorbeikommen, wir bitten Sie jedoch um vorherigen Anruf, damit wir Ihre Akte aus dem Archiv holen können; das erspart Ihnen unnötige Wartezeiten. Sie können uns auch per Fax (030-450-513906) und per email (schlaf.labor(at)charite.de) erreichen.

Beatmete Patienten können sich in den ersten 4 Wochen nach Therapiebeginn auch direkt ans Schlaflabor wenden.

Aktuelle Meldungen

  • 20.06.2017 Buchtipp: "Die übermüdete Gesellschaft - Wie Schlafmangel uns alle kaputt macht" von Ingo Fietze!
  • 16.10.2015 ASV-Therapie bei chronischer Herzinsuffizienz - Vorschlag für ein pragmatisches Vorgehen im klinischen Alltag
  • 30.06.2015 Studenten der Humanmedizin für Nachtdienste gesucht
  • 22.05.2015 Mitteilung an unsere Patienten mit ASV-Therapie
  • 30.03.2015 Buchtipp: "Über guten und schlechten Schlaf" von Ingo Fietze!