Wahlpflichtfach M24

Prof. Dr. med. Ingo Fietze | t: +49 30 450 513 122
Prof. Dr. rer. physiol. Thomas Penzel | t: +49 30 450 513 013

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Ludmila Obuhova | Sekretariat Prof. Dr. I. Fietze, Prof. Dr. T. Penzel | t: +49 30 450 513 122

M24 Überblick und Lernziele

Überblick

Es wird ein Überblick über den physiologischen und gestörten Schlaf gegeben, wobei die inhaltlichen Themen und Referenten dem interdisziplinären Charakter der Schlafmedizin Rechnung tragen werden. Physiologie, Innere Medizin, HNO-Heilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie sollen beteiligt werden. Thematisch einführende Veranstaltungen werden am Montag gehalten. Es folgen praktische Teile mit Untersuchungen an Mitstudierenden an einem Tag und an Patienten an einem weiteren Tag unter Anleitung und Betreuung der Ärzte im Schlaflabor. Der praktische Teil findet an der schlafmedizinischen Ambulanz und im stationären Teil der Schlafmedizin statt. Durchgeführt werden Untersuchungen zur Reaktionszeit, zur Aufmerksamkeit, zur schlafmedizinischen Anamnese, mit einem Fahrsimulator, mit ambulant einsetzbaren Geräten. Die Untersuchungen erfolgen im Selbstversuch.

Die Schlafmedizin stellt wie die Allergologie, die Notfallmedizin oder die medizinische Informatik ein Querschnittsgebiet der Medizin dar und ist in der Musterweiterbildungsordnung als Zusatz-Weiterbildung für Internisten, Pneumologen, Allgemeinmediziner, HNO-Ärzte, Pädiater, Neurologen und Psychiater ausgewiesen. Grundlagen der Schlafmedizin, die über das normale medizinische Curriculum hinausgehen und Praxisrelevanz haben, werden vermittelt. Schnarchen, Schlafapnoe, Schlaflosigkeit, Schlafwandeln, Schlafhygiene sind Themen zu denen Physiologie, Pathophysiologie und Therapie vermittelt werden.

Die Schlafmedizin wird in Schlafmedizinischen Laboren betrieben, die der Inneren Medizin, der HNO, der Pädiatrie oder der Neurologie/Psychiatrie zugeordnet sind und sie integriert zusätzlich Psychologen, Präventivmediziner, Chronobiologen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und Anästhesisten.

Der nicht-erholsame Schlaf ist über die individuelle Beeinträchtigung hinaus ein gesellschaftlich relevantes und sozialmedizinisch bedeutsames Problem. Zirka 10 % der Gesamtbevölkerung haben eine chronische z.T. behandlungsbedürftige Insomnie. An einer Schlafapnoe leiden ca. 4 %. Mehr als 4 % der Gesamtbevölkerung sind chronisch müde und ca. 5 % haben ein therapiebedürftiges Restless Legs Syndrom. Nicht nur die Prävalenz, auch die Komorbidität ist hoch. Schlafstörungen assoziieren z.B. mit psychiatrischen sowie Herzkreislauf- und Lungen-Erkrankungen. Sie sind sowohl Ursache als auch Folge der o.g. und anderer Erkrankungen.

Es werden Patienten in die Lehrveranstaltung eingebunden, welche die 6 großen Gruppen von Schlafstörungen (nach ICSD-2, ICD-9/ICD-10) repräsentieren.

Vorgestellt werden:

• Schlafapnoe

• Restless Legs Syndrom

• Insomnie

• Parasomnie

• Narkolepsie und Hypersomnien

• und Schichtarbeiter-Syndrom als Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung.

Die Prüfung besteht in einer Befunderstellung und Befundung der durchgeführten Untersuchungen. Die Befundung wird von den betreuenden Ärzten überprüft und bei korrekter Durchführung abgezeichnet.

Übergeordnete Lernziele:

Die Lernspirale aus Modul 13 und 20 wird fortgesetzt, indem Inhalte, die zuvor nicht bzw. nur angedeutet vermittelt wurden, in diesem WPF behandelt und vertieft werden. Insbesondere werden das Restless Legs Syndrom, Parasomnien und die Hypersomnien behandelt. Es wird ein Überblick über den physiologischen und gestörten Schlaf gegeben, wobei die inhaltlichen Themen und Referenten dem interdisziplinären Charakter der Schlafmedizin Rechnung tragen werden. Physiologie, Innere Medizin, HNO-Heilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie sollen beteiligt werden. Thematisch einführende Veranstaltungen werden am Montag gehalten. Es folgen praktische Teile mit Untersuchungen an Mitstudierenden an einem Tag und an Patienten an einem weiteren Tag unter Anleitung und Betreuung der Ärzte im Schlaflabor. Der praktische Teil findet an der schlafmedizinischen Ambulanz und im stationären Teil der Schlafmedizin statt. Durchgeführt werden Untersuchungen zur Reaktionszeit, zur Aufmerksamkeit, zur schlafmedizinischen Anamnese, mit einem Fahrsimulator, mit ambulant einsetzbaren Geräten. Die Untersuchungen erfolgen im Selbstversuch.

Unsere Lehrveranstaltung vermittelt weiterführende Kenntnisse zur Bedeutung des Schlafes und des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie Fertigkeiten des Erkennens, der Anamneseerhebung und der Differentialdiagnostik schlafbezogener Beschwerden und Symptome anhand von entsprechenden Fallbeispielen.

 

 

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