Studium & Weiterbildung

Das Interdisziplinäre Schlafmedizinische Zentrum engagiert sich in der studentischen Lehre, der schlafmedizinischen Fortbildung für Kollegen und der Weiterbildung von Fachärzten.

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Studium

Das Interdisziplinäre Schlafmedizinische Zentrum (ISMZ) ist im Modellstudiengang vertreten. Hier ist das ISMZ beteiligt mit einer Vorlesung zum Thema "Schlafapnoe" im Modul 13 und an einer Vorlesung zum Thema " Insomnie" im Modul 20 sowie zu Seminaren zum Thema „Hormone und Rhythmen“ im Modul M22.

Die Schlafmedizin vergibt regelmäßig Hausarbeiten im Modul M23 zu aktuellen Themen, entweder als Literaturarbeit oder als kleine klinische Studie. Angebote und Auswahl erfolgen über die mInerva-Plattform.

Zusätzlich haben die Studierenden des Modellstudienganges die Möglichkeit, das Wahlpflichtfach Schlafmedizin im Modul M24 zu wählen. Hier werden Kenntnisse vermittelt, die auf die vorherige Themen aufbauen - angefangen von der schlafmedizinischen Diagnostik bis hin zu einzelnen Krankheitsbildern wie Narkolepsie, Parasomnie oder Atmungs- bzw. Bewegungsstörungen im Schlaf.

M24 Überblick und Lernziele

Überblick

Es wird ein Überblick über den physiologischen und gestörten Schlaf gegeben, wobei die inhaltlichen Themen und Referenten dem interdisziplinären Charakter der Schlafmedizin Rechnung tragen werden. Physiologie, Innere Medizin, HNO-Heilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie sollen beteiligt werden. Thematisch einführende Veranstaltungen werden am Montag gehalten. Es folgen praktische Teile mit Untersuchungen an Mitstudierenden an einem Tag und an Patienten an einem weiteren Tag unter Anleitung und Betreuung der Ärzte im Schlaflabor. Der praktische Teil findet an der schlafmedizinischen Ambulanz und im stationären Teil der Schlafmedizin statt. Durchgeführt werden Untersuchungen zur Reaktionszeit, zur Aufmerksamkeit, zur schlafmedizinischen Anamnese, mit einem Fahrsimulator, mit ambulant einsetzbaren Geräten. Die Untersuchungen erfolgen im Selbstversuch.

Die Schlafmedizin stellt wie die Allergologie, die Notfallmedizin oder die medizinische Informatik ein Querschnittsgebiet der Medizin dar und ist in der Musterweiterbildungsordnung als Zusatz-Weiterbildung für Internisten, Pneumologen, Allgemeinmediziner, HNO-Ärzte, Pädiater, Neurologen und Psychiater ausgewiesen. Grundlagen der Schlafmedizin, die über das normale medizinische Curriculum hinausgehen und Praxisrelevanz haben, werden vermittelt. Schnarchen, Schlafapnoe, Schlaflosigkeit, Schlafwandeln, Schlafhygiene sind Themen zu denen Physiologie, Pathophysiologie und Therapie vermittelt werden.

Die Schlafmedizin wird in Schlafmedizinischen Laboren betrieben, die der Inneren Medizin, der HNO, der Pädiatrie oder der Neurologie/Psychiatrie zugeordnet sind und sie integriert zusätzlich Psychologen, Präventivmediziner, Chronobiologen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und Anästhesisten.

Der nicht-erholsame Schlaf ist über die individuelle Beeinträchtigung hinaus ein gesellschaftlich relevantes und sozialmedizinisch bedeutsames Problem. Zirka 10 % der Gesamtbevölkerung haben eine chronische z.T. behandlungsbedürftige Insomnie. An einer Schlafapnoe leiden ca. 4 %. Mehr als 4 % der Gesamtbevölkerung sind chronisch müde und ca. 5 % haben ein therapiebedürftiges Restless Legs Syndrom. Nicht nur die Prävalenz, auch die Komorbidität ist hoch. Schlafstörungen assoziieren z.B. mit psychiatrischen sowie Herzkreislauf- und Lungen-Erkrankungen. Sie sind sowohl Ursache als auch Folge der o.g. und anderer Erkrankungen.

Es werden Patienten in die Lehrveranstaltung eingebunden, welche die 6 großen Gruppen von Schlafstörungen (nach ICSD-2, ICD-9/ICD-10) repräsentieren.

Vorgestellt werden:

• Schlafapnoe

• Restless Legs Syndrom

• Insomnie

• Parasomnie

• Narkolepsie und Hypersomnien

• und Schichtarbeiter-Syndrom als Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung.

Die Prüfung besteht in einer Befunderstellung und Befundung der durchgeführten Untersuchungen. Die Befundung wird von den betreuenden Ärzten überprüft und bei korrekter Durchführung abgezeichnet.

Übergeordnete Lernziele:

Die Lernspirale aus Modul 13 und 20 wird fortgesetzt, indem Inhalte, die zuvor nicht bzw. nur angedeutet vermittelt wurden, in diesem WPF behandelt und vertieft werden. Insbesondere werden das Restless Legs Syndrom, Parasomnien und die Hypersomnien behandelt. Es wird ein Überblick über den physiologischen und gestörten Schlaf gegeben, wobei die inhaltlichen Themen und Referenten dem interdisziplinären Charakter der Schlafmedizin Rechnung tragen werden. Physiologie, Innere Medizin, HNO-Heilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie sollen beteiligt werden. Thematisch einführende Veranstaltungen werden am Montag gehalten. Es folgen praktische Teile mit Untersuchungen an Mitstudierenden an einem Tag und an Patienten an einem weiteren Tag unter Anleitung und Betreuung der Ärzte im Schlaflabor. Der praktische Teil findet an der schlafmedizinischen Ambulanz und im stationären Teil der Schlafmedizin statt. Durchgeführt werden Untersuchungen zur Reaktionszeit, zur Aufmerksamkeit, zur schlafmedizinischen Anamnese, mit einem Fahrsimulator, mit ambulant einsetzbaren Geräten. Die Untersuchungen erfolgen im Selbstversuch.

Unsere Lehrveranstaltung vermittelt weiterführende Kenntnisse zur Bedeutung des Schlafes und des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie Fertigkeiten des Erkennens, der Anamneseerhebung und der Differentialdiagnostik schlafbezogener Beschwerden und Symptome anhand von entsprechenden Fallbeispielen.

Weiterbildungsangebote

Prof. Fietze hat eine Weiterbildungsermächtigung für das Fach Innere Medizin für 1 Jahr und für das Fach Schlafmedizin von 1,5 Jahren.

Das Interdisziplinäre Schlafmedizinische Zentrum bietet in Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen Kurse zur Aus- und Weiterbildung auf den Gebieten Schlafmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement an.


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